Dickdarm bis Rektum
Das Rektumkarzinom – aktueller Stand des Managements
Verfügbarkeit:
27.03.2026-27.03.2027
Punkte:
1 Punkt
Zertifizierung:
Landesärztekammer Baden-Württemberg
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Das Rektumkarzinom macht rund ein Drittel aller kolorektalen Karzinome aus und ist somit eine häufige und relevante Erkrankung – auch und insbesondere für die Gastroenterologie. Die komplexen anatomischen und funktionellen Gegebenheiten des Rektums stellen spezifische Anforderungen an Diagnostik und Therapie. Das therapeutische Management unterscheidet sich für lokalisierte, lokal fortgeschrittene und fernmetastasierte Stadien sowie die Tumorlage im oberen versus im mittleren/unteren Rektum und richtet sich heutzutage auch nach Biomarkern und dezidierten Risikofaktoren in Bezug auf die lokale Infiltration. Zur optimalen Einordnung wurde der diagnostische Standard um die Dünnschicht-MRT sowie die Testung des MMR/MSI-Status am histologischen Präparat erweitert. Insbesondere lokal fortgeschrittene Karzinome des mittleren und unteren Rektumdrittels erfordern einen multidisziplinären therapeutischen Ansatz. Dieser hat im Laufe der letzten 5 Jahre unter anderem mit der Total Neoadjuvanten Therapie (TNT) sowie der Option auf ein organerhaltendes Management mehrere konzeptionelle Paradigmenwechsel durchlaufen. Die Entwicklung hat weg von einem „One-fits-all“-Konzept zu einer Diversifizierung der Therapieoptionen und umfassenden Überarbeitungen der Empfehlungen in deutschen und internationalen Leitlinien geführt [1–4]. Je nach genauer Tumorsituation kann heutzutage in multidisziplinärer Zusammenarbeit ein individueller Therapieentscheid getroffen werden, der die onkologische Prognoseoptimierung mit der Vermeidung von Übertherapie und der Berücksichtigung patientenindividueller Faktoren verbindet.
(Titelbild: Rektumkarzinom im MRT, Quelle: Universitätsklinikum Freiburg)