Ösophagus bis Dünndarm

Eosinophile Ösophagitis im Kindes- und Jugendalter – eine immunvermittelte Erkrankung mit wachsender Relevanz

Verfügbarkeit:

12.01.2026-15.01.2027

Punkte:

1 Punkt

Zertifizierung:

Landesärztekammer Baden-Württemberg

Mechanismen der Krankheitsentstehung bei eosinophiler Ösophagitis (EoE)

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Zusammenfassung

Eosinophile Ösophagitis (engl. eosinophilic esophagitis, EoE) ist eine chronische, immun- und antigenvermittelte Erkrankung des Ösophagus, die unbehandelt zu einer ösophagealen Dysfunktion führt. Die Inzidenz und die Prävalenz sind in westlichen Regionen exponentiell steigend. Die Ätiologie ist multifaktoriell und umfasst neben genetischen Faktoren Einflüsse der Umwelt, vor allem Umweltallergene in der Nahrung oder in der Luft. Durch eine Immunglobulin-E(IgE)-vermittelte Hypersensitivität und eine verzögerte T-Zell-vermittelte Immunantwort mittels Th2-Interleukinen (IL) IL-4, IL-5 und IL-13 kommt es zur Rekrutierung und Aktivierung von Eosinophilen, Basophilen und Mastzellen. Die Beschwerden der EoE unterscheiden sich je nach Alter. Während die Symptome bei kleinen Kindern noch unspezifisch sind und Bauch- oder Brustschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen sowie Nahrungsverweigerung umfassen, berichten ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene von Sodbrennen, Schluckbeschwerden, Schmerzen in der Brust oder dem Steckenbleiben von Nahrung. Typische endoskopische Befunde sind Schleimhautödeme, Ringe, Längsfurchen, Stenosen und weißliche Exsudate. Histologisches Kriterium für die Diagnosestellung sind ≥ 15 Eosinophile pro hochauflösendes Gesichtsfeld (ca. 60 Eos/mm2) in einer von mindestens sechs Biopsien, die aus mindestens zwei Abschnitten des Ösophagus gewonnen sein sollten. Wenn der Patient / die Patientin zudem typische klinische Symptome hat und eine andere Erkrankung, die für die Symptomatik verantwortlich sein und zu einer Eosinophilie führen könnte, ausgeschlossen wurde, sind die Diagnosekriterien erfüllt. Aktuell bilden die drei „D’s“ („Drugs, Diet, Dilation“) die Grundlage der Therapie. Zur Remissionsinduktion stehen (1) Protonenpumpeninhibitoren (PPI), (2) Eliminationsdiät, (3) topische Steroide und (4) Dupilumab (Anti-IL-4Rα mit IL-4/IL-13-Blockade), das als neuere Therapieoption ab dem ersten Lebensjahr und ≥ 15 kg Körpergewicht bei therapierefraktärem Verlauf oder starker Atopie eingesetzt werden kann, zur Verfügung. Die endoskopische Dilatation wird zur Therapie ösophagealer Stenosen eingesetzt.

Autoren

Dr. Hannes Hölz
Pädiatrische Gastroenterologie, Hepatologie und Ernährung Kinderklinik und Kinderpoliklinik
Dr. von Haunerschen Kinderspital Klinikum der Ludwig-MaximiliansUniversität (LMU)
München Lindwurmstr. 4
80337 München
E-Mail: hannes.hoelz@med.uni-muenchen.de

Prof. Dr. André Hörning*
Pädiatrische Gastroenterologie, Hepatologie und Endoskopie Kinder- und Jugendklinik Universitätsklinikum Erlangen, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Loschgestr. 15
91054 Erlangen
E-Mail: andre.hoerning@uk-erlangen.de

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