Endoskopie

Kapselendoskopie 2025

Verfügbarkeit:

21.12.2025-22.12.2026

Punkte:

1 Punkt

Zertifizierung:

Landesärztekammer Baden-Württemberg

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Zusammenfassung

Mit der Kapselendoskopie können Erkrankungen des Dünndarms diagnostiziert werden. Dazu zählen insbesondere die Abklärung von Blutungen, entzündlichen Dünndarmerkrankungen (insbes. Morbus Crohn), Dünndarmtumoren und die Diagnostik von Polyposis-Syndromen.
Nur in speziellen Ausnahmefällen kann die Kapselendoskopie auch in der Diagnostik der Zöliakie eingesetzt werden. Zur Abklärung von unklaren Bauchschmerzen, insbesondere ohne Biomarkerveränderungen, wird sie dagegen nicht empfohlen.

Vor Durchführung einer Kapselendoskopie müssen eine Ösophagogastroduodenoskopie (ÖGD) sowie eine Koloskopie erfolgen. Ebenso obligat ist eine entsprechende Aufklärung über die möglichen Risiken, insbesondere die Retention oder Aspiration der Kapsel.
Das Retentionsrisiko kann durch den vorherigen Einsatz einer Patency-Kapsel bei Patient*innen mit erhöhter Risikokonstellation gesenkt werden.

Seit der Zulassung durch die U.S. Food and Drug Administration (FDA) vor circa 25 Jahren haben mehrere Weiterentwicklungen die diagnostische Qualität der Kapselendoskopie verbessert. Mittlerweile gibt es mehrere Hersteller von Kapselendoskopiesystemen, die unter anderem spezielle Kapseln für Patient*innen mit Morbus Crohn oder zur Beurteilung des Kolons anbieten. Eine klare Empfehlung zum Einsatz der Kapselendoskopie zur Beurteilung des Kolons gibt es aktuell jedoch nicht. Damit bleibt die Abklärung von Dünndarmerkrankungen vorerst das primäre Einsatzgebiet der Kapselendoskopie.

Autoren

Paul-Christoph Zeisler*
PD Dr. Michael Schultheiß
Klinik für Innere Medizin II
Gastroenterologie, Hepatologie, Endokrinologie und Infektiologie
Universitätsklinikum Freiburg
Hugstetter Str. 55
79106 Freiburg
E-Mail: paul.zeisler@uniklinik-freiburg.de

*Korrespondierender Autor

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