Leber und Gallenwege
Leberfibrose: von der Pathophysiologie zu neuen Therapien
Verfügbarkeit:
28.09.2026-28.09.2027
Punkte:
1 Punkt
Zertifizierung:
Landesärztekammer Baden-Württemberg
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Die Leberfibrose ist eine Folge chronischer Leberschädigungen, wie sie etwa bei metabolische Dysfunktion-assoziierter Steatohepatitis (MASH), Alkoholassoziierten Lebererkrankungen sowie Virushepatitis auftritt, und betrifft weltweit etwa 1,5 Milliarden Menschen. Der zentrale Mechanismus der Fibrogenese ist eine Aktivierung hepatischer Sternzellen im Rahmen der hepatischen Wundheilungsreaktion, die zu einer überschießenden Ablagerung extrazellulärer Matrix (ECM) führt. Das Fibrosestadium ist ein entscheidender prognostischer Parameter für hepatische Dekompensation, hepatozelluläres Karzinom (HCC) und leberbezogene Mortalität. Die Leberbiopsie gilt nach wie vor als Referenzstandard zur Diagnose der Leberfibrose, wird jedoch zunehmend durch nicht-invasive Verfahren wie serumbasierte Scores und bildgebende Elastografieverfahren ersetzt. Therapeutisch steht die Behandlung der Grunderkrankung im Vordergrund. Neue zielgerichtete Therapien, wie Glucagon-like Peptide(GLP)-1-Rezeptoragonisten und Schilddrüsenhormonrezeptor-β-Agonisten bei MASH-Fibrose, weisen vielversprechende antifibrotische Effekte auf. Direkt antifibrotische und antiinflammatorische Substanzen sind in der klinischen Erprobung.
(Titelbild: Multiplex-Immunfluoreszenzmikroskopie der Leberfibrose der Maus. Blau – Zellkerne, Grün – Makrophagen, Magenta – hepatische Sternzellen, Gelb – Kollagenfasern.
Bild bereitgestellt durch Tianjiao Zhang, Charité – Universitätsmedizin Berlin)