Leber und Gallenwege

Infektionen bei Leberzirrhose

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Zusammenfassung

Bei Patient*innen mit fortgeschrittener Lebererkrankung besteht aufgrund struktureller, immunologischer und hämodynamischer Besonderheiten ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Infektionen mit schweren Verläufen.
Bakterielle Infektionen gehören zu den am häufigsten identifizierten Auslösern einer Dekompensation und eines akut-chronischen Organversagens bei Patient*innen mit Leberzirrhose und erfordern in der Regel einen Krankenhausaufenthalt.
Eine veränderte Zusammensetzung der Darmmikrobiota, das Versagen der Darmbarrieren und gestörte Immunantworten tragen zu pathologischer bakterieller Translokation mit der Entwicklung einer spontan bakteriellen Peritonitis oder primären Blutstrominfektion bei, die trotz antibiotischer Therapie weiterhin mit erheblicher Morbidität und Letalität verbunden sind. Vor dem Hintergrund der hohen infektionsassoziierten Letalität und der zunehmenden Entwicklung von Antibiotikaresistenzen stellt die Kombination aus risikostratifiziertem empirischem Einsatz von Antiinfektiva und zeitnaher Anpassung der definitiven Therapie anhand der erhobenen mikrobiellen Befunde eine rationale Strategie zur Behandlung von Infektionen bei Patient*innen mit Leberzirrhose dar.

FGK 3/23

 

Autoren

Prof. Dr. Tony Bruns
Medizinische Klinik III
Universitätsklinikum Aachen
Pauwelsstr. 30
52074 Aachen