Ösophagus bis Dünndarm

Am J Gastroenterol. 2025;120(7):1636-1644

Older adults with celiac disease are at increased risk of frailty: A nationwide cohort study

Zylberberg HM, Lebwohl B, Söderling J, Kochar B, Jylhävä J, Green PHR, Ludvigsson JF

Ältere Erwachsene mit Zöliakie haben ein erhöhtes Risiko für Gebrechlichkeit: eine landesweite Kohortenstudie


Einführung: Zöliakie wird immer häufiger bei älteren Erwachsenen diagnostiziert, doch wurden Komplikationen in dieser Gruppe erst in wenigen Studien untersucht. Da Gebrechlichkeit mit einem erhöhten Risiko für unerwünschte Ereignisse behaftet ist, sollte diese bei älteren Erwachsenen mit Zöliakie untersucht werden.
Methoden: In einer landesweiten schwedischen Kohorte wurden Erwachsene ≥ 60 Jahre identifiziert, bei denen Zöliakie zwischen 2004 und 2017 aufgetreten war. Unter Berücksichtigung von Alter, Geschlecht, Bezirk und Kalenderzeitraum wurden diese Erwachsenen mit bevölkerungsbasierten Kontrollen ohne Zöliakie gematcht. Das Ausgangsniveau der Gebrechlichkeit innerhalb von 3 Jahren vor der Diagnose Zöliakie oder dem Indexdatum wurde anhand des Hospital Frailty Risk Score ermittelt. Bei Erwachsenen ohne Ausgangsgebrechlichkeit wurden Odds-Ratios und 95% Konfidenzintervalle der zukünftigen Gebrechlichkeit nach 5 Jahren unter Anwendung der bedingten logistischen Regression geschätzt und dabei Zöliakie-Patient*innen mit Kontrollen verglichen. Logistische Regression wurde angewendet, um die Korrelation zwischen persistierender Zottenatrophie versus der Abheilung der Mukosa und der Gebrechlichkeit bei Patient*innen mit Zöliakie auszuwerten.
Ergebnisse: Insgesamt 4646 ältere Erwachsene mit Zöliakie wurden mit 21.944 Personen ohne Zöliakie gematcht. Das Ausgangsniveau der Gebrechlichkeit war bei Patient*innen mit Zöliakie im Vergleich zu Kontrollen erhöht (54,4% vs. 29,7%; p 

Diskussion: Ältere Erwachsene mit Zöliakie wurden signifikant eher gebrechlich als gematchte Vergleichspersonen. Diese Analyse zeigt die erhöhte Gefährdung, der ältere Patient*innen mit Zöliakie wahrscheinlich ausgesetzt sind.

J.F. Ludvigsson, Clinical Epidemiology Division, Department of Medicine, Solna, Karolinska Institutet, Stockholm, Sweden, e-mail: jonasludvigsson@yahoo.com

DOI:  10.14309/ajg.0000000000003217

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