Ösophagus bis Dünndarm

Am J Gastroenterol. 2025;120(5):1009-1018

The Lyon score: A novel reflux scoring system based on the Lyon Consensus 2.0 that associates with treatment outcome from anti-reflux therapy

Gyawali CP, Marchetti L, Rogers BD, Chan WW, Wong MW, Visaggi P, Rengarajan A, Carlson DA, Savarino E, de Bortoli N, Chen CL, Pandolfino J

Der Lyon-Score: ein neuartiges, auf dem Lyon-Konsens 2.0 basierendes Reflux-Scoring-System zur Vorhersage des Behandlungsergebnisses einer Anti-Reflux-Therapie


Einführung: Die Autor*innen untersuchten, ob ein aus den Parametern einer Ösophagusuntersuchung abgeleiteter Score das Vertrauen in die Diagnose einer schlüssigen gastroösophagealen Refluxkrankheit und in die Vorhersage des Behandlungsergebnisses stärken könnte.
Methoden: Es wurde ein Vorhersage-Score entwickelt, der auf den Schwellenwerten des Lyon-Konsens 2.0 basiert und aus der Endoskopie und der pH-Impedanz-Messung gewonnen wurde. Der Lyon-Score war die Summe der gewichteten Scores, die aus einem logistischen Regressionsmodell abgeleitet wurden. Der Endpunkt war das Ansprechen auf die Anti-Reflux-Therapie, definiert als Verringerung der globalen Symptome um 50% in validierten Fragebögen. Eine bestehende Datenbank aus 2 Zentren (Europa und USA) mit endoskopisch negativen Patient*innen, die typische Refluxsymptome aufwiesen und sich einer Ösophagusuntersuchung unterzogen, bildete die Entwicklungskohorte, während 2 separate Kohorten (Europa und Asien) als Validierungskohorten dienten. Durch die Analyse der Grenzwertoptimierungskurven (receiver operating characteristics, ROC) wurde die Leistung des Lyon-Scores bei der Vorhersage des Behandlungsansprechens ermittelt.
Ergebnisse: Bei 281 Patient*innen der Entwicklungskohorte (medianes Alter: 53 Jahre; 57,7% weiblich) zeigte der Lyon-Score eine Fläche unter der Kurve (area under the curve, AUC) von 0,819 bei der Vorhersage einer 50%-igen Symptomverbesserung (p 

Diskussion: Mit dem neuartigen Lyon-Score lassen sich Reflux-Phänotypen unterscheiden und vorhersagen, ob die Symptome auf eine Anti-Reflux-Therapie ansprechen.

C.P. Gyawali, Division of Gastroenterology, Washington University School of Medicine, St. Louis, MO, USA, E-Mail: cprakash@wustl.edu

DOI:  10.14309/ajg.0000000000003083

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