Ösophagus bis Dünndarm

Am J Gastroenterol. 2024;119(10):2002-2009

Reducing eosinophil counts in eosinophilic esophagitis in children is associated with reduction in later stricture development

Strauss Starling A, Ren Y, Li H, Spergel JM, Muir AB, Lynch KL, Liacouras CA, Falk GW

Die Senkung der Eosinophilenzahl bei eosinophiler Ösophagitis im Kindesalter ist mit einer reduzierten späteren Strikturbildung assoziiert


Einführung: Über den Einfluss einer chronischen Therapie auf den natürlichen Verlauf der eosinophilen Ösophagitis (EoE), einer chronischen allergischen Erkrankung der Speiseröhre, liegen nur wenige Längsschnittdaten vor. Ziel dieser Studie war es, zu untersuchen, ob Patient*innen mit gut kontrollierter EoE eher seltener fibrostenotische Komplikationen entwickeln.
Methoden: Die Studienteilnehmer*innen wurden anhand einer Datenbank mit pädiatrischen EoE-Patient*innen am Hospital of Philadelphia ermittelt, die im Jahr 2000 angelegt wurde. Anschließend wurde in den Krankenakten von Erwachsenen nach Patient*innen recherchiert, bei denen eine Transition aus der pädiatrischen Versorgung stattfand. Sämtliche Arztbesuche, Vorstellungen in der Notaufnahme sowie Berichte über endoskopische, histologische und bildgebende Untersuchungen wurden auf den primären Endpunkt Strikturen und die sekundären Endpunkte Bolusobstruktionen und Dysphagie überprüft. Die Endpunkte wurden mit einer Regressionsanalyse nach dem Cox-Modell ausgewertet.
Ergebnisse: Es wurden 105 Patient*innen mit einer durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von 11,4 ± 4,9 Jahren identifiziert. 52,3% (n = 55) hatten eine Phase der histologischen Krankheitskontrolle, definiert als ≥ 2 aufeinanderfolgende Endoskopien mit histologischer Remission. Bei diesen Patient*innen bildeten sich eher seltener Strikturen als bei jenen ohne Phase der histologischen Remission (Hazard-Ratio [HR] = 0,232; 95% Konfidenzintervall [CI]: 0,084–0,64, p = 0,005). Bei Patient*innen, deren Diagnose in einem jüngeren Alter gestellt wurde, kam es eher seltener zur Strikturbildung. Das Auftreten von Dysphagie oder Bolusobstruktionen war mit einer höheren Rate der Strikturbildung verbunden.

Diskussion: In dieser Kohortenstudie mit einer Nachbeobachtungszeit von > 10 Jahren zeigte sich, dass Kinder mit eosinophiler Ösophagitis, bei denen eine Phase der histologischen Krankheitskontrolle erreicht und die Diagnose in einem jüngeren Alter gestellt wurde, eher seltener Ösophagusstrikturen entwickelten. Dies deutet zwar darauf hin, dass eine histologische Remission mit weniger Remodeling-bedingten Komplikationen einhergeht, jedoch sind weitere prospektive Daten mit langfristiger Nachbeobachtung erforderlich.

A. Strauss Starling, Division of Gastroenterology & Hepatology, Hospital of the University of Pennsylvania, Perelman School of Medicine, University of Pennsylvania, Philadelphia, PA, USA. E-Mail: alexandra.strauss@pennmedicine.upenn

DOI:  10.14309/ajg.0000000000002830

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