Ösophagus bis Dünndarm

Gastrointest Endosc. 2025;101(2):331-340.e8

EUS-guided coiling plus glue injection compared with endoscopic glue injection alone in endoscopic treatment for gastric varices: A systematic review and meta-analysis

Florêncio de Mesquita C, Antunes VLJ, Junkes Milioli N, Vanzin Fernandes M, Correa TL, Cosendey Martins O, Chavan R, Baraldo S

EUS-gestütztes Coiling plus Klebstoffinjektion im Vergleich zur alleinigen endoskopischen Klebstoffinjektion bei der endoskopischen Behandlung von Magenvarizen: eine systematische Übersicht und Metaanalyse


Hintergrund und Ziele: Das EUS-gestützte Coiling plus Klebstoffinjektion hat sich als sichere und wirksame Methode zur Behandlung von Magenvarizen (MVs) erwiesen. Nur in sehr wenigen Studien wurde eine EUS-gestützte Embolisation mit der direkten endoskopischen Klebstoffinjektion (endoscopic glue injection, EGI) hinsichtlich ihrer Sicherheit und Wirksamkeit verglichen. In dieser systematischen Übersichtsarbeit und Metaanalyse verglichen die Autor*innen die Ergebnisse des EUS-gestützten Coilings plus Klebstoffinjektion mit denen der EGI allein.
Methoden: Die Datenbanken Medline, Embase und Cochrane wurden nach Studien durchsucht, die EUS und EGI bei MVs verglichen. 1454 Artikel wurden anhand des PRISMA-Protokolls (PRISMA = Preferred Reporting Items for Systematic reviews and Meta-Analyses) gescreent. Endpunkte waren Lungenembolie, Rezidivblutungsrate, Reinterventionsrate, technischer Erfolg, Bauchschmerzen und Mortalitätsrate. Für binäre Endpunkte wurde ein eingeschränktes Maximum-Likelihood-Random-Effects-Modell mit Odds-Ratios (ORs) und 95% Konfidenzintervallen (CIs) verwendet. Die Heterogenität wurde anhand des Q-Tests nach Cochran und der I2-Statistik nach Higgins und Thompson beurteilt. Signifikanz war definiert als p < 0,05.
Ergebnisse: Es wurden 6 Studien mit 445 Patient*innen einbezogen, die wegen MVs behandelt wurden. Das Durchschnittsalter der Patient*innen betrug 49 Jahre, 43% waren Frauen. Die EUS-gestützte Embolisation war im Vergleich zur EGI mit einer geringeren Rezidivblutungsrate (OR = 0,22; 95% CI: 0,11–0,45; p < 0,001; I2 = 0) und Reinterventionsrate (OR = 0,29; 95% CI: 0,09–0,89; p = 0,03; I2 = 49%) verbunden. Es gab keine Unterschiede zwischen den Gruppen in Bezug auf Lungenembolie (OR = 0,34; 95% CI: 0,10–1,18; p = 0,09; I2 = 0%), Mortalitätsrate (OR = 0,78; 95% CI: 0,28–2,13; p = 0,63; I2 = 0%), technischen Erfolg (OR = 3,50; 95% CI: 0,60–20,49; p = 0,16; I2 = 0%), Fieber (OR = 1,49; 95% CI: 0,42–5,21 Tage; p = 0,5; I2 = 0%) und Bauchschmerzen (OR = 0,96; 95% CI: 0,31–2,95; p = 0,94; I2 = 32%).

Schlussfolgerungen: Bei Patient*innen mit Magenvarizen ist das EUS-gestützte Coiling plus Klebstoffinjektion mit niedrigeren Rezidivblutungs- und Reinterventionsraten verbunden als die endoskopische Klebstoffinjektion allein, wobei keine Unterschiede bei der Lungenembolierate, den Bauchschmerzen, dem technischen Erfolg und der Mortalitätsrate bestanden.

C. Florêncio de Mesquita, Center for Medical Sciences, Federal University of Pernambuco, Recife, Brasilien

DOI:  10.1016/j.gie.2024.10.005

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