Ösophagus bis Dünndarm

United European Gastroenterol J. 2025;13(7):1107-1115

Pancreatic exocrine [CM1.1]insufficiency is not uncommon in celiac disease: A systematic review and meta-analysis

Vujasinovic M, Blazevic N, Maisonneuve P, Forss A, Panic N, Bloch N, Dominguez Munoz JE, Ludvigsson JF, Löhr JM

Exokrine Pankreasinsuffizienz bei Zöliakie nicht selten: eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse


Einführung: Eine exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI) wird bei primären Erkrankungen des Pankreas, aber auch bei extrapankreatischen Erkrankungen wie der Zöliakie beobachtet. Da die Symptome von EPI und Zöliakie häufig überlappen, ist die Diagnose schwierig. Durch diese systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse sollte die Prävalenz von EPI bei Zöliakie untersucht werden.
Methoden: Mit Unterstützung durch eine/n professionelle/n Bibliothekar*in wurden 5 Datenbanken durchsucht: PubMed, Embase, Cochrane, Web of Science Core Collection sowie Google Scholar; Zeitraum bis 21. Oktober 2024. Es wurde die gepoolte Prävalenz von EPI bei bioptisch bestätigter Zöliakie geschätzt und die Qualität der Studien beurteilt.
Ergebnisse: Nach Identifikation von 1432 Publikationen und Screening der Titel und Abstracts erfolgte bei 60 Publikationen eine Volltext-Durchsicht, und 12 Publikationen wurden in die Analyse eingeschlossen. Die gepoolte gewichtete Gesamtprävalenz von EPI bei Zöliakie betrug 13,5% (95% Konfidenzintervall [CI]: 7,2–21,0). Die Prävalenz war bei Kindern (14,2%; 95% CI: 2,0–32,8) und Erwachsenen (12,8%; 95% CI: 7,8–18,7) mit Zöliakie ähnlich. In Studien, in denen die EPI über Messungen der Sekretion bestimmt wurde, betrug die Prävalenz 13,1% (95% CI: 6,4–2,3), und in Studien, die Tests der Verdauung erforderten, betrug sie 17,1% (95% CI: 5,8–32,1). Die gewichtete Prävalenz von EPI war bei unbehandelten Zöliakie-Patient*innen signifikant höher (18,2%) als bei Patient*innen, die sich glutenfrei ernährten (6,9%) (p = 0,03). Dies war sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern zu beobachten.

Schlussfolgerung: Eine bzw. einer von 8 Zöliakie-Betroffenen hat unter Umständen eine exokrine Pankreasinsuffizienz. Die Prävalenz war bei unbehandelter Zöliakie besonders hoch. Bei Patient*innen, die nicht auf eine glutenfreie Ernährung ansprechen, sollte an eine exokrine Pankreasinsuffizienz gedacht werden.

M. Vujasinovic, Department of Upper Abdominal Diseases, Karolinska University Hospital, Stockholm, Sweden, e-mail: miroslav.vujasinovic@regionstockholm.se

DOI:  10.1002/ueg2.70076

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