Pankreas

N Engl J Med. 2025;392(12):1168-1177

Inebilizumab for treatment of IgG4-related disease

Stone JH, Khosroshahi A, Zhang W, Della Torre E, Okazaki K, Tanaka Y, Löhr JM, Schleinitz N, Dong L, Umehara H, Lanzillotta M, Wallace ZS, Ebbo M, Webster GJ, Martinez Valle F, Nayar MK, Perugino CA, Rebours V, Dong X, Wu Y, Li Q, Rampal N, Cimbora D, Culver EL; MITIGATE Trial Investigators

Inebilizumab zur Behandlung von IgG4-assoziierten Erkrankungen


Hintergrund: IgG4-assoziierte Erkrankungen sind schubförmige, fibroinflammatorische, immunvermittelte Multiorganerkrankungen, für die es keine zugelassene Therapie gibt. Inebilizumab ist gegen CD19+-B-Zellen gerichtet und depletiert diese, und es könnte bei der Behandlung von Patient*innen mit IgG4-assoziierten Erkrankungen wirksam sein.
Methoden: In dieser multizentrischen, doppelblinden, randomisierten, placebokontrollierten Phase-III-Studie wurden Erwachsene mit aktiven IgG4-assoziierten Erkrankungen randomisiert im Verhältnis 1:1 der Behandlung mit Inebilizumab (300 mg als intravenöse Infusionen an Tag 1 und 15 und in Woche 26) oder Placebo für einen 52-wöchigen Behandlungszeitraum zugewiesen. Bei den Teilnehmenden in beiden Gruppen wurden Glukokortikoide identisch ausgeschlichen. Glukokortikoide waren zur Behandlung eines Aufflammens der Erkrankung erlaubt, eine Basistherapie mit Immunsuppressiva hingegen war nicht zulässig. Primärer Endpunkt war das erste behandelte, bestätigte Aufflammen der Erkrankung im Behandlungszeitraum, das in einer Ereigniszeitanalyse bewertet wurde. Die wichtigsten sekundären Endpunkte waren die annualisierte Rate des Aufflammens der Erkrankung sowie die behandlungs- und Glukokortikoid-freie Vollremission.
Ergebnisse: Insgesamt 135 Teilnehmende mit IgG4-assoziierten Erkrankungen wurden randomisiert: 68 Teilnehmende wurden der Inebilizumab-Gruppe und 67 der Placebo-Gruppe zugewiesen. Die Behandlung mit Inebilizumab reduzierte das Risiko für ein Aufflammen; bei 7 Teilnehmenden (10%) in der Inebilizumab-Gruppe kam es zu mindestens 1 Aufflammen im Vergleich zu 40 Teilnehmenden (60%) in der Placebo-Gruppe (Hazard-Ratio [HR] = 0,13; 95% Konfidenzintervall [CI]: 0,06–0,28; p 

Schlussfolgerungen: Inebilizumab reduzierte das Risiko für ein Aufflammen von IgG4-assoziierten Erkrankungen und erhöhte die Wahrscheinlichkeit einer Vollremission ohne ein Aufflammen nach 1 Jahr. Dies bestätigt die Bedeutung der gegen CD19 gerichteten B-Zell-Depletion als potenzielle Behandlung bei IgG4-assoziierten Erkrankungen.

J.H. Stone, Division of Rheumatology, Allergy, and Immunology, Massachusetts General Hospital, Harvard Medical School, Boston, MA, USA, E-Mail: jhstone@mgh.harvard.edu

DOI:  10.1056/nejmoa2409712

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