Leber und Gallenwege

Clin Gastroenterol Hepatol. 2025;23(6):965-977.e20

Small transjugular intrahepatic portosystemic shunt plus variceal embolization for gastric varices: A multicenter cohort study

Xia Y, Tie J, Wang G, Zhuge Y, Wu H, Zhu X, Xue H, Xu J, Zhang F, Zhao L, Huang G, Zhang M, Wei B, Li P, Wang Z, Wu W, Chen C, Yang S, Han Y, Tang C, Zhang C

Kleiner transjugulärer intrahepatischer portosystemischer Shunt plus Varizen-Embolisation bei Magenvarizen: eine multizentrische Kohortenstudie


Hintergrund und Ziele: Die Wirkung des transjugulären intrahepatischen portosystemischen Shunts (TIPS) plus Varizen-Embolisation zur Behandlung von Magenvarizen bleibt umstritten. In dieser landesweiten, multizentrischen Kohortenstudie sollte untersucht werden, ob eine zusätzlich zur Anlage eines TIPS mit geringem Durchmesser (8 mm) durchgeführte Varizen-Embolisation die Häufigkeit von Nachblutungen bei Patient*innen mit verschiedenen Arten von Magenvarizen verringern kann.
Methoden: Diese retrospektive Kohortenstudie umfasste 629 Patient*innen, bei denen in 7 medizinischen Zentren ein 8-mm-TIPS zur Behandlung von Magenvarizen angelegt wurde. Der primäre Endpunkt waren Nachblutungen jeglicher Ursache, und zu den sekundären Endpunkten zählten eine offene hepatische Enzephalopathie (OHE) und die Gesamtmortalität.
Ergebnisse: Insgesamt wurden 629 Patient*innen in die Studie eingeschlossen. Von diesen wiesen 429 (68,2%) gastroösophageale Varizen Typ 1 (GOV1) auf, 145 (23,1%) gastroösophageale Varizen Typ 2 (GOV2) und 55 (8,7%) isolierte Magenvarizen Typ 1 (IGV1). In der gesamten Kohorte reduzierte die zusätzliche Embolisation im Vergleich zum alleinigen TIPS Nachblutungen (6,2% vs. 13,6%; p = 0,005) und OHE (31,0% vs. 39,4%; p = 0,02). Es wurden jedoch keine signifikanten Unterschiede bei der Mortalität festgestellt (12,0% vs. 9,7%; p = 0,42). Bei Patient*innen mit GOV2 und IGV1 reduzierte ein TIPS plus Varizen-Embolisation sowohl Nachblutungen (GOV2: 7,8% vs. 25,1%; p = 0,01; IGV1: 5,6% vs. 30,8%; p = 0,03) als auch OHE (GOV2: 31,8% vs. 51,5%; p = 0,008; IGV1: 11,6% vs. 38,5%; p = 0,04). Bei Patient*innen mit GOV1 reduzierte die zusätzliche Embolisation jedoch nicht Nachblutungen (5,9% vs. 8,7%; p = 0,37) oder OHE (33,1% vs. 35,3%; p = 0,60).

Schlussfolgerungen: Im Vergleich zum TIPS allein reduzierte der 8-mm-TIPS plus Varizen-Embolisation Nachblutungen und offene hepatische Enzephalopathien bei Patient*innen mit gastroösophagealen Varizen Typ 2 (GOV2) und isolierten Magenvarizen Typ 1 (IGV1). Diese Erkenntnisse lassen darauf schließen, dass Patient*innen mit GOV2 und IGV1, jedoch nicht solche mit gastroösophagealen Varizen Typ 1 von einer Embolisation in Kombination mit TIPS profitieren könnten.

C. Zhang, Department of Gastroenterology, Shandong Provincial Hospital, Shandong University, Jinan, Shandong Province, China, E-Mail: zhangchunqing_sdu@163.com

und

C. Tang, Department of Gastroenterology and Hepatology, West China Hospital, Chengdu, Sichuan Province, China, E-Mail: shcqcdmed@163.com

DOI:  10.1016/j.cgh.2024.04.037

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