Dickdarm bis Rektum

Clin Gastroenterol Hepatol. 2024;22(6):1295–306.e7

Coconut water induces clinical remission in mild-to-moderate ulcerative colitis: Double-blind placebo-controlled trial

Kedia S, Virmani S, Bajaj A, Markandey M, Singh N, Madan D, Kaushal K, Sahu P, Vuyyuru SK, Kante B, Kumar P, Thomas DM, Mundhra SK, Singh MK, Verma M, Sharma R, Das P, Dash NR, Monga N, Awasthi A, Makharia G, Ahuja V

Kokoswasser führt bei leichter bis mittelschwerer Colitis ulcerosa zu einer klinischen Remission: placebokontrollierte Doppelblindstudie


Hintergrund und Ziele: Kokoswasser (KW) wirkt antiinflammatorisch, kann das Mikrobiom im Darm beeinflussen und ist eine gute Kaliumquelle. Die Modulation des Mikrobioms im Darm verbessert die Outcomes bei Colitis ulcerosa (CU) und Kalium hat in vitro antiinflammatorische Eigenschaften. Die Autor*innen untersuchten die Wirkung von KW als Begleittherapie bei Patient*innen mit leichter bis mittelschwerer CU.
Methoden: Für diese monozentrische, placebokontrollierte Doppelblindstudie wurden Patient*innen mit leichter bis mittelschwerer (Simple Clinical Colitis Activity Index [SCCAI]: 3–9) und endoskopisch nachgewiesener aktiver CU (Ulcerative Colitis Endoscopic Index of Severity [UCEIS] > 1) im Verhältnis 1:1 für KW + medikamentöse Standardtherapie (MST) bzw. Placebo + MST randomisiert. Es wurden 400 ml KW über einen Zeitraum von 8 Wochen gegeben. Der primäre Zielparameter war definiert als klinische Remission (SCCAI ≤ 2) und die sekundären Zielparameter als klinisches Ansprechen (Rückgang des SCCAI ≥ 3) und unerwünschte Ereignisse nach 8 Wochen. Das Mikrobiom wurde bei Studienbeginn und nach 8 Wochen untersucht.
Ergebnisse: Von 121 gescreenten Patient*innen wurden 95 in eine modifizierte Intention-to-Treat-Analyse einbezogen (KW: n = 49; Placebo: n = 46) (Durchschnittsalter: 37,2 ± 11,2 Jahre; Männer: 54,1%; Krankheitsdauer: 48 Monate [Interquartilenabstand {IQR}: 24–90 Monate]; Pancolitis: 26,1%; SCCAI: 5 [IQR: 4–6]; UCEIS: 4 [IQR: 3–5]). Die klinische Ansprechrate (57,1% vs. 28,3%; Odds-Ratio [OR] = 3,4; 95% Konfidenzintervall [CI]: 1,4–7,9; p = 0,01), die Remissionsrate (53,1% vs. 28,3%; OR = 2,9; 95% CI: 1,2–6,7; p = 0,02) und der Anteil der Patient*innen mit fäkalem Calprotectin (FC) < 150 μg/g (30,6% vs. 6,5%; OR = 6,3; 95% CI: 1,7–23,6; p = 0,003) waren in der KW-Gruppe signifikant höher. Die relativ große Anzahl von Bakterientaxa, bei denen eine signifikante negative Korrelation mit SCCAI, UCEIS oder FC oder zumindest eine solche Tendenz zu verzeichnen war, erhöhte sich bis zur 8. Woche in der KW-Gruppe. Dieser Effekt trat unabhängig von der Krankheitsaktivität und vom Ballaststoffgehalt der Ernährung auf. Die unerwünschten Ereignisse waren vergleichbar. Es gab keinen Fall von Hyperkaliämie.

Schlussfolgerungen: Kokoswasser führte im Vergleich zu Placebo bei Patient*innen mit leichter bis mittelschwerer Colitis ulcerosa wirksamer zu einer klinischen Remission.

V. Ahuja, Department of Gastroenterology, All India Institute of Medical Sciences, Neu Delhi, Indien, E-Mail: vineet.aiims@gmail.com

DOI:  10.1016/j.cgh.2024.01.013

Zurück zur Übersicht

Das könnte Sie auch interessieren:

Weitere Artikel zum Thema