Leber und Gallenwege

Gastroenterology. 2025;168(6):1170-1177.e12

Noncontrast magnetic resonance imaging versus ultrasonography for hepatocellular carcinoma surveillance: A randomized, single-center trial

Rhee H, Kim MJ, Kim DY, An C, Kang W, Han K, Roh YH, Han KH, Ahn SH, Choi JY, Park JY, Chung YE, Kim SU, Kim BK, Lee S, Lee HW, Lee JS

Native Magnetresonanztomografie versus Ultraschall zur Überwachung auf hepatozelluläres Karzinom: eine randomisierte monozentrische Studie


Hintergrund und Ziele: Ziel der Studie war ein Vergleich von Ultraschall (US) und Magnetresonanztomografie ohne Kontrastmittelgabe (native MRT) bei der Überwachung auf Lebermalignome.
Methoden: An einem einzelnen Zentrum in Südkorea wurde eine randomisierte unverblindete Studie durchgeführt. Die Studie schloss Personen im Alter von 20 bis 70 Jahren mit Leberzirrhose der Child-Pugh-Klasse A ein, die in ihrer Anamnese keinen Leberkrebs aufwiesen und in jüngerer Vergangenheit auch kein anderes Malignom hatten. Teilnehmer*innen wurden im Verhältnis 1:1 randomisiert bis zu 10 halbjährlichen Kontrollen mittels US oder nativer MRT zugeteilt. Zusätzlich erfolgten Tests auf Alfa-Fetoprotein im Serum. Primäre Endpunkte waren die Detektionsraten von Tumoren im Stadium 0 oder A gemäß Barcelona-Clinic-Liver-Cancer(BCLC)-Klassifikation, die Stadienverteilung bei der Erstdiagnose und die Rate falsch-positiver Überweisungen.
Ergebnisse: Zwischen Juni 2015 und November 2017 wurden 416 Patient*innen gescreent, und 414 wurden eingeschlossen und der Ultraschall-Gruppe (n = 207) oder MRT-Gruppe (n = 207) zugeteilt. Bis November 2022 wurde bei 23 Teilnehmer*innen der US-Gruppe und bei 25 Teilnehmer*innen der MRT-Gruppe Leberkrebs diagnostiziert. Die Detektionsrate von Tumoren im BCLC-Stadium 0 oder A war in der US- und MRT-Gruppe nicht unterschiedlich (7% [95% Konfidenzintervall {CI}: 4–11%] vs. 12% [8–17%]). In der MRT-Gruppe wurden häufiger Tumoren im BCLC-Stadium 0 entdeckt als in der US-Gruppe (8% vs. 2%). In der MRT-Gruppe wurden frühere BCLC-Stadien (p = 0,014) und eine niedrigere Rate von falsch-positiven Überweisungen (0,7% [95% CI: 0,4–1,2%] vs. 3,1% [2,3–4,1%], p 

Schlussfolgerungen: Die native Magnetresonanztomografie ist für die Überwachung von Zirrhose-Patient*innen besser geeignet als der Ultraschall und ermöglicht eine Erstdiagnose in früherem Stadium sowie niedrigere Raten von falsch-positiven Überweisungen.

M.-J. Kim, Department of Radiology, Yonsei University College of Medicine, Seodaemun-gu, Seoul, South Korea, e-mail: kimnex@yuhs.ac

oder

D.Y. Kim, Department of Internal Medicine, Yonsei University College of Medicine, Seodaemun-gu, Seoul, South Korea, e-mail: dyk1025@yuhs.ac

DOI:  10.1053/j.gastro.2024.12.035

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