Ösophagus bis Dünndarm

Nat Med. 2025;31(5):1644-1652

Optimal dietary patterns for healthy aging

Tessier AJ, Wang F, Korat AA, Eliassen AH, Chavarro J, Grodstein F, Li J, Liang L, Willett WC, Sun Q, Stampfer MJ, Hu FB, Guasch-Ferré M

Optimale Ernährungsmuster für gesundes Altern

Da die Weltbevölkerung altert, müssen Ernährungsweisen ermittelt werden, die nicht nur nicht-übertragbare Krankheiten verhindern, sondern auch das gesunde Altern optimal fördern. Mittels Langzeit-Fragebogendaten aus der Nurses’ Health Study (1986–2016) und der Health Professionals Follow-Up Study (1986–2016) wurde der Zusammenhang zwischen der langfristigen Einhaltung von 8 Ernährungsmustern und dem Verzehr von hochverarbeiteten Lebensmitteln einerseits und gesundem Altern sowie einem Leben ohne chronische Krankheiten bis zum Alter von 70 Jahren andererseits untersucht. Das gesunde Altern wurde anhand von Parametern der kognitiven, körperlichen und geistigen Gesundheit beurteilt. Nach einer Nachbeobachtungszeit von bis zu 30 Jahren hatten 9771 (9,3%) von 105.015 Teilnehmenden (66% Frauen, Durchschnittsalter 53 Jahre [Standardabweichung 8]) ein gesundes Altern erreicht. Bei allen Ernährungsmustern war eine stärkere Adhärenz mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für gesundes Altern und dessen Domänen verbunden. Die Odds-Ratios für das höchste gegenüber dem niedrigsten Quintil reichten von 1,45 (95% Konfidenzintervall [CI]: 1,35–1,57; gesunde pflanzenbasierte Ernährung) bis 1,86 (95% CI: 1,71–2,01; Alternative Healthy Eating Index). Wurde die Altersgrenze für gesundes Altern auf 75 Jahre verschoben, zeigte die Ernährung gemäß Alternative Healthy Eating Index die stärkste Assoziation mit gesundem Altern, mit einer Odds-Ratio von 2,24 (95% CI: 2,01–2,50). Ein vermehrter Verzehr von Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, ungesättigten Fettsäuren, Nüssen, Hülsenfrüchten und fettarmen Molkereiprodukten war mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für ein gesundes Altern assoziiert, während sich bei stärkerem Konsum von Trans-Fettsäuren, Kochsalz, zuckerhaltigen Getränken und rotem und/oder verarbeitetem Fleisch eine umgekehrte Assoziation ergab.

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Ernährungsmuster mit hohem Anteil an pflanzlichen Lebensmitteln und moderatem Anteil an gesunden tierischen Lebensmitteln ein gesundes Altern insgesamt fördern können und somit eine Orientierung für künftige Ernährungsleitlinien bieten.

A.J. Tessier, Department of Nutrition, Faculty of Medicine, Université de Montréal, Montreal, QC, Kanada, E-Mail: anne-julie.tessier@umontreal.ca

oder

F.B. Hu, Department of Epidemiology, Harvard T.H. Chan School of Public Health, Boston, MA, USA, E-Mail: fhu@hsph.harvard.edu

oder

M. Guasch-Ferré, Department of Public Health, Faculty of Health and Medical Sciences, University of Copenhagen, Kopenhagen, Dänemark, E-Mail: marta.guasch@sund.ku.dk

DOI:  10.1038/s41591-025-03570-5

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