Ösophagus bis Dünndarm

N Engl J Med. 2025;393(3):217-230

Perioperative durvalumab in gastric and gastroesophageal junction cancer

Janjigian YY, Al-Batran SE, Wainberg ZA, Muro K, Molena D, Van Cutsem E, Hyung WJ, Wyrwicz L, Oh DY, Omori T, Moehler M, Garrido M, Oliveira SCS, Liberman M, Oliden VC, Smyth EC, Stein A, Bilici M, Alvarenga ML, Kozlov V, Rivera F, Kawazoe A, Serrano O, Heilbron E, Negro A, Kurland JF, Tabernero J; MATTERHORN Investigators

Perioperatives Durvalumab bei Karzinomen des Magens und des gastroösophagealen Übergangs


Hintergrund: Das perioperative FLOT-Schema (Fluorouracil, Leucovorin, Oxaliplatin und Docetaxel) ist eine Standardtherapie bei resezierbaren Adenokarzinomen des Magens und des gastroösophagealen Übergangs, doch die Rezidivraten sind nach wie vor hoch. Immuntherapie plus Chemotherapie kann den Therapieerfolg verbessern.
Methoden: In einer multinationalen, doppelblinden, randomisierten Phase-III-Studie wurden Teilnehmer*innen mit resezierbarem Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs im Verhältnis 1:1 entweder Durvalumab in einer Dosis von 1500 mg oder Placebo alle 4 Wochen plus 4 Zyklen FLOT (jeweils 2 Zyklen neoadjuvante und adjuvante Therapie) zugewiesen, gefolgt von Durvalumab oder Placebo alle 4 Wochen über 10 Zyklen. Primärer Endpunkt war das ereignisfreie Überleben; zu den sekundären Endpunkten gehörten das Gesamtüberleben und eine pathologische Komplettremission.
Ergebnisse: Insgesamt wurden 474 Teilnehmer*innen nach dem Zufallsprinzip der Durvalumab-Gruppe und 474 der Placebo-Gruppe zugewiesen (mediane Nachbeobachtungszeit: 31,5 Monate; Interquartilenabstand: 26,7–36,6). Die ereignisfreie Zwei-Jahres-Überlebensrate (Kaplan-Meier-Schätzung) betrug 67,4% in der Durvalumab-Gruppe und 58,5% in der Placebo-Gruppe (Hazard-Ratio für Ereignis oder Tod = 0,71; 95% Konfidenzintervall [CI]: 0,58–0,86; p < 0,001). Die Zwei-Jahres-Gesamtüberlebensrate lag bei 75,7% in der Durvalumab-Gruppe und bei 70,4% in der Placebo-Gruppe (stückweise konstante Hazard-Ratio für Tod während der Monate 0–12 = 0,99 [95% CI: 0,70–1,39], und während des Zeitraums ab Monat 12 = 0,67 [95% CI: 0,50–0,90]; p = 0,03 per stratifiziertem Log-Rank-Test [Überschreitung der Signifikanzschwelle von p < 0,0001]). Der Prozentsatz an Teilnehmer*innen mit einer pathologischen Komplettremission betrug 19,2% in der Durvalumab-Gruppe und 7,2% in der Placebo-Gruppe (relatives Risiko = 2,69 [95% CI: 1,86–3,90]). Unerwünschte Ereignisse mit einem Höchstgrad von 3 oder 4 wurden bei 340 Teilnehmer*innen (71,6%) in der Durvalumab-Gruppe und bei 334 (71,2%) in der Placebo-Gruppe gemeldet. Der Prozentsatz an Teilnehmer*innen mit verzögerter Operation betrug 10,1% bzw. 10,8%, und der Prozentsatz an Teilnehmer*innen mit verzögertem Beginn einer adjuvanten Behandlung betrug 2,3% bzw. 4,6%.

Schlussfolgerungen: Perioperatives Durvalumab plus FLOT führte bei Teilnehmer*innen mit resezierbarem Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs zu signifikant besseren Ergebnissen beim ereignisfreien Überleben als FLOT allein.

Y.Y. Janjigian, Gastrointestinal Oncology Service, Memorial Sloan Kettering Cancer Center, New York, NY, USA, e-mail: janjigiy@mskcc.org

DOI:  10.1056/nejmoa2503701

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