Ösophagus bis Dünndarm

Clin Gastroenterol Hepatol. 2025;23(7):1143-1151

The prevalence and rate of undiagnosed celiac disease in an adult general population, the Trøndelag Health Study, Norway

Lukina P, Andersen IL, Klaasen RA, Warren DJ, Bolstad N, Mjones P, Ronne E, Iversen R, Sollid LM, Lundin KEA, Ness-Jensen E

Prävalenz und Rate undiagnostizierter Zöliakie in einer allgemeinen erwachsenen Bevölkerung: die Trøndelag Health Study, Norwegen


Hintergrund und Ziele: Ziel dieser Studie war die Bestimmung der Gesamtprävalenz von Zöliakie, einschließlich undiagnostizierter Fälle, in einer bevölkerungsbasierten Studie bei Erwachsenen, die auf Zöliakie gescreent wurden.
Methoden: In dieser Studie wurde die vierte Trøndelag Health Study (HUNT4) verwendet, die von 2017 bis 2019 durchgeführt wurde und an der 56.042 erwachsene Einwohner*innen (> 20 Jahre) der Provinz Nord-Trøndelag County in Norwegen teilnahmen. Serumproben von 54.505 Teilnehmer*innen wurden auf IgA- und IgG-Antikörper gegen Transglutaminase 2 untersucht. Seropositive Personen wurden zur klinischen Abklärung eingeladen, welche eine Endoskopie des oberen Gastrointestinaltrakts mit Duodenalbiopsien umfasste. Über eine Verknüpfung mit Krankenhausakten und dem norwegischen Patientenregister wurden zuvor diagnostizierte und seronegative Zöliakie-Fälle identifiziert.
Ergebnisse: Die Seropositivitätsrate für Zöliakie betrug 2,0% (1107/54.505). Davon kamen 724 Personen zur klinischen Abklärung. Außerdem wurden über die Krankenhausakten und das Register Personen mit einer bekannten Zöliakie-Diagnose identifiziert, die in HUNT4 seronegativ waren oder keine serologische Untersuchung hatten oder die in HUNT4 seropositiv waren, aber nicht an der klinischen Abklärung teilnahmen. Insgesamt wurde in der Studie bei 470 Personen eine neue Zöliakie-Diagnose nach Teilnahme an HUNT4 und bei 383 Personen eine bekannte Zöliakie-Diagnose vor Teilnahme an HUNT4 bestätigt. Die bioptisch bestätigte Gesamtprävalenz von Zöliakie lag bei 1,5% (853/56.042), und das Verhältnis neuer, zuvor undiagnostizierter Zöliakie-Fälle (nach HUNT4) zu bekannten, zuvor diagnostizierten Zöliakie-Fällen (vor HUNT4) betrug 1,2:1 (470/383).

Schlussfolgerungen: In dieser bevölkerungsbasierten Studie in Norwegen zeigte sich eine hohe Gesamtprävalenz von Zöliakie, und bei vielen Personen war die Zöliakie zuvor nicht diagnostiziert worden. Die Erkennung von Zöliakie sollte verbessert werden, denn die frühe Diagnosestellung ist für ein effektives Management und eine Verhinderung von Komplikationen von entscheidender Bedeutung.

P. Lukina, HUNT Research Centre, Department of Public Health and Nursing, NTNU, Norwegian University of Science and Technology, Levanger, Norway, e-mail: polina.lukina@ntnu.no

DOI:  10.1016/j.cgh.2024.06.027

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