Ösophagus bis Dünndarm

Clin Gastroenterol Hepatol. 2025;23(1):144-153.e22

Safety of vedolizumab and ustekinumab compared with anti-TNF in pregnant women with inflammatory bowel disease

Meyer A, Miranda S, Drouin J, Weill A, Carbonnel F, Dray-Spira R

Sicherheit von Vedolizumab und Ustekinumab im Vergleich zu Anti-TNF bei schwangeren Frauen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen


Hintergrund und Ziele: Die Datenlage zu den Folgen einer pränatalen Exposition gegenüber Vedolizumab und Ustekinumab ist begrenzt. Ziel dieser Studie war es, die Sicherheit von Vedolizumab und Ustekinumab mit der von Anti-Tumor-Nekrose-Faktor (Anti-TNF) bei Schwangeren mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) zu vergleichen.
Methoden: Unter Heranziehung landesweiter, umfassender Daten des EPI-MERES-Registers wurden Schwangerschaften bei Frauen mit CED in Frankreich ermittelt, bei denen zwischen 2014 und 2021 Anti-TNF, Vedolizumab und Ustekinumab angewendet wurden. Schwangerschaftsausgang und Schwangerschaftskomplikationen wurden bei den Nachkommen entsprechend der Behandlungsexposition während der Schwangerschaft verglichen. Es wurde ein Propensity-Score-Matching für mütterliche, CED- und Schwangerschaftsmerkmale angewendet.
Ergebnisse: 398 Schwangerschaften, in deren Verlauf eine Vedolizumab-Behandlung stattfand, wurden mit 1592 Schwangerschaften verglichen, bei denen Anti-TNF angewendet wurde, und 464 Schwangerschaften mit Ustekinumab-Behandlung wurden mit 1856 Schwangerschaften verglichen, bei denen Anti-TNF angewendet wurde. Insgesamt waren weder Vedolizumab noch Ustekinumab im Vergleich zu Anti-TNF mit einem erhöhten Risiko für Schwangerschaftsabbrüche, Kaiserschnitte, Totgeburten, Frühgeburten, schwere Infektionen, bösartige Erkrankungen oder angeborene Anomalien bei Kindern verbunden. Frauen, die Ustekinumab erhielten, hatten ein erhöhtes Risiko, Kinder mit geringem Gestationsalter zu gebären.

Schlussfolgerungen: Insgesamt ist die Sicherheit von Vedolizumab und Ustekinumab im Vergleich zur Verwendung von Anti-Tumor-Nekrose-Faktor während der Schwangerschaft beruhigend. Weitere Studien sind erforderlich, um diese Ergebnisse zu bestätigen.

A. Meyer, Assistance Publique-Hôpitaux de Paris, Hôpital Bicêtre & Université Paris-Saclay, Le Kremlin-Bicêtre, Frankreich, E-Mail: antoinemeyer@gmail.com

DOI:  10.1016/j.cgh.2023.12.029

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