Ösophagus bis Dünndarm

Am J Gastroenterol. 2025;120(5):1108-1115

Worldwide prevalence and description of cyclic vomiting syndrome according to the results of the Rome Foundation Global Epidemiology Study

Izagirre A, Sarasqueta C, Flores-Arriaga J, Aso MC, Pérez Pérez M, Tack J, Huang IH, Sperber AD, Palsson OS, Bangdiwala SI, D’Amato M, Lanas Á, Lobo B, Alonso-Cotoner C, Santos J, Bujanda L

Weltweite Prävalenz und Beschreibung des Syndroms des zyklischen Erbrechens: Ergebnisse der Rome Foundation Global Epidemiology Study


Einführung: Das Syndrom des zyklischen Erbrechens (cyclic vomiting syndrome, CVS) ist eine Störung der Darm-Hirn-Interaktion bislang unbekannter Ursache. Diese Studie zielte darauf ab, die globale Prävalenz dieser Erkrankung und die damit verbundenen Faktoren zu ermitteln.
Methoden: Die Daten wurden in landesweiten Internetumfragen in 26 Ländern erhoben, wobei die Studienteilnehmer*innen gleichmäßig nach Alter, Geschlecht und Land verteilt waren. Die Erhebung umfasste den Rom-IV-Fragebogen und einen umfangreichen Zusatzfragebogen zur Bewertung weiterer Faktoren.
Ergebnisse: Insgesamt füllten 54.127 Teilnehmer*innen den Fragebogen aus (51% männlich, Durchschnittsalter 44,3 Jahre). Die gepoolte Prävalenz des CVS lag bei 0,3% (95% Konfidenzintervall [CI]: 0,3–0,4%; n = 187), sie war am höchsten in Brasilien (1%, 95% CI: 0,6–1,5) und am niedrigsten in Japan und Deutschland (keine Teilnehmenden, die die Kriterien für CVS erfüllten). Das Durchschnittsalter der Teilnehmenden mit CVS betrug 36,7 Jahre (Standardabweichung 13,5), und Frauen waren häufiger betroffen (56,7% vs. 43,5%). Unabhängig voneinander mit diesem Syndrom assoziierte Faktoren waren weibliches Geschlecht (Odds-Ratio [OR] = 1,52; 95% CI: 1,13–2,03), junges Alter (OR = 2,57; 95% CI: 1,34–4,94 für Personen im Alter zwischen 18 und 39 Jahren verglichen mit Personen über 65 Jahren), Depression (OR = 3,14; 95% CI: 2,05–4,82; p 

Diskussion: Das Syndrom des zyklischen Erbrechens ist eine relativ häufige Erkrankung, die sich negativ auf die Lebensqualität auswirkt. Es ist wichtig, das Bewusstsein für dieses Syndrom zu schärfen, um eine Unterdiagnose zu vermeiden und die klinische Praxis zu verbessern.

A. Izagirre, Department of Gastroenterology, Donostia University Hospital, Gipuzkoa, Spanien, E-Mail: arantzazu.izagirrearostegi@osakidetza.eus

DOI:  10.14309/ajg.0000000000003105

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