Dickdarm bis Rektum

Gastroenterology. 2025;169(2):337-345.e2

The efficacy of texture and color enhancement imaging observation in the detection of colorectal lesions: A multicenter, randomized controlled trial (deTXIon study)

Toyoshima N, Sakamoto T, Shinmura K, Hotta K, Misawa M, Tamai N, Uraoka T, Matsuda T, Shibata T, Mizuguchi Y, Takamaru H, Nakamura K, Kakugawa Y, Shiroyama M, Kawagoe R, Tsuchiya K, Ikematsu H, Inaba A, Minakata N, Imai K, Takada K, Ito S, Wakamura K, Kudo SE, Sumiyama K, Ito M, Tomaru S, Fujimoto A, Saito Y

Wirksamkeit der Beobachtung mit Textur- und Farbverstärkungsbildgebung beim Auffinden von kolorektalen Läsionen: eine multizentrische, randomisierte, kontrollierte Studie (deTXIon-Studie)


Hintergrund und Ziele: Die Koloskopie ist der Goldstandard zur Detektion und Resektion von Andenomen und Krebserkrankungen im Frühstadium, um die Inzidenz und Mortalitätsraten des kolorektalen Karzinoms (KRK) zu reduzieren. Diese Studie sollte die Überlegenheit der Textur- und Farbverstärkungsbildgebung (TXI) gegenüber der Weißlicht-Bildgebung (white light imaging, WLI) beim Auffinden von kolorektalen Läsionen bestätigen.
Methoden: Diese randomisierte, kontrollierte Studie wurde zwischen März 2023 und Oktober 2023 an 8 japanischen Einrichtungen durchgeführt. Eingeschlossen wurden Teilnehmer*innen im Alter von 40–80 Jahren, bei denen eine Vorsorgeuntersuchung auf KRK oder eine Untersuchung zu anderen als Vorsorgezwecken geplant war, wie etwa zur Nachsorge nach Polypektomie, wegen positiver Ergebnisse im Test auf okkultes Blut im Stuhl und wegen abdominaler Symptome. Unter Verwendung neuester Koloskop-Modelle wurden in einem Arm Spiegelungen im TXI-Modus 1 und im anderen Arm Spiegelungen im WLI-Modus durchgeführt. Der primäre Endpunkt war die mittlere Anzahl an Adenomen, die mit dem Verfahren aufgefunden wurden. Zu den sekundären Endpunkten zählten die Adenom-Detektionsrate, die Polypen-Detektionsrate, die Detektionsrate von flachen Polypen und unerwünschte Ereignisse.
Ergebnisse: Insgesamt wurden 956 Patient*innen eingeschlossen und randomisiert. Nach Ausschluss der Patient*innen, die die Einschlusskriterien nicht erfüllten, wurden 451 bzw. 445 Patient*innen in den TXI- bzw. den WLI-Arm eingeschlossen. Die mittlere Anzahl an Adenomen, die mit jedem Verfahren aufgefunden wurden, betrug 1,4 bzw. 1,5, und die Adenom-Detektionsrate betrug 57,2% bzw. 56,0% im TXI- bzw. WLI-Arm. Es gab keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den 2 Armen. Die Polypen-Detektionsrate und die Detektionsrate für flache Polypen waren im TXI-Arm signifikant höher als im WLI-Arm und betrugen 82,5% bzw. 74,4% (p = 0,003) und 76,5% bzw. 70,3% (p = 0,036).

Schlussfolgerungen: In dieser Studie zeigte sich keine Überlegenheit der Textur- und Farbverstärkungsbildgebung (TXI) gegenüber der Weißlicht-Bildgebung beim Auffinden von neoplastischen Läsionen. Beim Auffinden flacher Polypen kann die TXI jedoch wirksam sein.

Y. Saito, Endoscopy Division, National Cancer Center Hospital, Tokyo, Japan, e-mail: ytsaito@ncc.go.jp

DOI:  10.1053/j.gastro.2025.03.007

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