Ösophagus bis Dünndarm
Clin Gastroenterol Hepatol. 2025;23(6):1019-1029
Efficacy and safety of upadacitinib for perianal fistulizing Crohn’s disease: A post-hoc analysis of 3 phase 3 trials
Wirksamkeit und Sicherheit von Upadacitinib bei perianal fistulierendem Morbus Crohn: eine Post-hoc-Analyse von 3 Phase-III-Studien
Hintergrund und Ziele: Die Wirksamkeit von Upadacitinib, einem oralen Januskinase-Inhibitor, bei mittelschweren bis schweren Fällen von M. Crohn wurde in Phase-III-Induktionsstudien (U-EXCEL, U-EXCEED) und einer Erhaltungsstudie (U-ENDURE) nachgewiesen. In dieser Post-hoc-Analyse wurden die Ergebnisse von Upadacitinib bei Patient*innen mit fistulierendem Krankheitsbild aus diesen Studien ausgewertet.
Methoden: Die Patient*innen wurden randomisiert und im Verhältnis 2:1 der Einnahme von einmal täglich Upadacitinib 45 mg oder Placebo über einen Zeitraum von 12 Wochen zugeteilt. Patient*innen mit klinischem Ansprechen auf Upadacitinib 45 mg wurden erneut randomisiert und im Verhältnis 1:1:1 den Gruppen Upadacitinib 15 mg, Upadacitinib 30 mg oder Placebo über einen Zeitraum von 52 Wochen zugeteilt. Bei Patient*innen mit Fisteln (beliebige Stelle und perianal) wurden das Sistieren der Sekretion, der Verschluss der äußeren Öffnungen, die klinische Remission, das endoskopisch nachweisbare Ansprechen und die Sicherheit bewertet.
Ergebnisse: Von den 1021 Patient*innen in der U-EXCEL- und der U-EXCEED-Studie hatten 143 (14,0%) zu Beginn der Studie Fisteln (66 mit Sekretabgang); bei den meisten (n = 128) handelte es sich um perianale Fisteln (56 mit Sekretabgang). Bei einem größeren Teil der Patient*innen unter Upadacitinib im Vergleich zu Placebo kam es zum Sistieren der perianalen Fistelsekretion am Ende der Induktion (Placebo: 5,6%, n/n = 1/18; Upadacitinib 45 mg: 44,7%, n/n = 17/38; p = 0,003) und der Erhaltung (Placebo: 0%, n/n = 0/11; Upadacitinib 15 mg: 28,6%, n/n = 4/14; p = 0,105; Upadacitinib 30 mg: 23,1%, n/n = 3/13; p = 0,223) und zum Verschluss der äußeren Öffnungen der perianalen Fisteln (Induktion, Placebo: 4,8%, n/n = 2/42; Upadacitinib 45 mg: 22,1%, n/n = 19/86; p = 0,013; Erhaltung, Placebo: 0%, n/n = 0/30; Upadacitinib 15 mg: 18,8%, n/n = 6/32; p = 0,024; Upadacitinib 30 mg: 16,0%, n/n = 4/25; p = 0,037).
Schlussfolgerung: Bei Patient*innen mit fistulierender Erkrankung (vor allem perianal) unter Upadacitinib wurden im Vergleich zu Placebo höhere Werte beim Sistieren der Sekretion, beim Verschluss der äußeren Öffnungen, bei der klinischen Remission und beim endoskopisch nachweisbaren Ansprechen erzielt.